Hi,
gestern waren wir nicht auf dem Campamento. Statt dessen standen einige bolivianische Amigos vor der Tür und haben uns zum Fußball spielen abgeholt. In der Stadt gibt es sehr viele Fußballplätze, aber leider sind die meisten mit Betonuntergrund.
Mir ist wieder mal die Gemütlichkeit der Bolivianer aufgefallen. Sehr viele stellen sich Stühle vor das Tor und sitzen dort, um sich zu unterhalten oder einfach die Gegend zu beobachten.
Wie viele wissen, ist die Coca-Pflanze hier legal. Die Menschen sagen, dass ihnen die Pflanze von den Göttern geschenkt wurde, als die Spanier das Land eroberten. Eine Menge Arbeiter kauen die getrockneten Blätter, um den Hunger und die Müdigkeit zu verdrängen. Der Eroberer Gonzalo de Zárate lobte den Effekt des Kokablatts: „Die Indios in den Minen können 36 Stunden unter Tag bleiben, ohne zu schlafen und zu essen“. Weit verbreitet ist hier auch Coca-Tee. Er hilft sehr gut gegen Magenbeschwerden. Ich habe ihn heute morgen ausprobiert und werde ihn – zumindestens vor der Arbeit – nicht mehr trinken. Den ganzen Tag war ich heute total lustlos und fühlte mich müde. Die anderen 2 Zivis haben ihn bereits ausprobiert und berichteten den selben Effekt.
Hier gibt es in jeder Stadt eine oder mehrere Plazas. Das sind große viereckige Parks, die wie ein Kreisel in Deutschland funktionieren. Die Bolivianer haben die Angewohnheit mit ihren Motos in langsamen Tempo abends um die Plazas zu fahren. Dabei unterhalten sie sich oder treffen Leute. Haben wir auch schon gemacht und mir gefällts.
Die Unruhen in den Städten sind anscheinend etwas weniger geworden. Vielleicht fahre ich in 1-2 Wochen schon nach Santa Cruz oder Cochabamba.
Grüße
Thomas

Hi Thomas…
Ist ja richtig spannend dein Leben in Bolivien von Deutschland aus zu verfolgen. Wie schmeckt den eingendlich die 100% Milch???
Wie man es herauslesen kann bist du nicht nur immer mit den selben Arbeiten beschäftigt. Abwechslung ist immer gut. Dann machs mal gut… & halt die Ohren steif!
MfG VW…